2. Studienwochenende im Wintersemester 2020/21 (15.-17. Januar)

Freitag, 15. Januar

19.30 Vorlesung Kirchengeschichte 17./18. Jahrhundert (Thomann)

Das 17. Jahrhundert stellt eine wesentliche Phase in der Konfessionsbildung des Anglikanismus da: Die Festigung und Verteidigung der Via Media gegenüber einem zunehmend dogmatisch und politisch aggressiv agierenden Calvinismus. Diese Phase vollzog sich im Rahmen einer dramatischen politischen Veränderung Englands. Am Ende des 17. Jahrhunderts erlebte die Kirche von England trotz der Restauration von 1660-62 den Zusammenbruch des elisabethanischen Settlements und die Begegnung mit der revolutionären Naturwissenschaft und frühen Aufklärung, die sich, anders als auf dem kontinentalen Europa, meist in ihren eigenen Reihen vollzog.

Samstag, 16. Januar

9.00 – 10.30 Vorlesung Kasualpredigt (Bertram)

11.00-12.30 Vorlesung Soteriologie (Meyer)

Einführend beleuchtet die Vorlesung das Verhältnis zwischen Soteriologie und Christologie. Es wird die Bedeutung der Soteriologie für die ersten Schritte in der Nachfolge Christi und das Heiligungsleben des Christen, ihr Stellenwert innerhalb der christlichen Dogmatik sowie die Unterscheidung zwischen der Person des Erlösers und dem Werk der Erlösung behandelt. Das Werk der Erlösung wird dann weiter unter dem Thema der Heilsaneignung beschrieben. Diese wird durch den Heiligen Geist bewirkt und betrifft die verschiedenen geistlichen Abläufe von der Berufung bis zur Versicherung des ewigen Heils. Dabei wird bei der Heilsanwendung auf die Aussagen der altkirchlichen Bekenntnisse sowie auf die 39 anglikanischen Glaubensartikeln hingewiesen. 

14.00 – 15.30 Vorlesung Propheten I (Nitsche)

Die Einführung in die Prophetie skizziert das Phänomen der altorientalischen und der biblischen Prophetie in seiner Breite. Es folgen ein bibelkundlicher Überblick über die prophetischen Bücher der Hebräischen Bibel und eine Einführung in die sprachliche Gestalt der prophetischen Rede.

16.00– 17.30 Vorlesung Ekklesiologie II (Feldes)

Anglikanische Ekklesiologie gründet in der kirchenpolitischen Situation Englands im 16. Jh.  sowie im Umgang von Thomas Cranmer u.a. mit theologischen Einflüssen der Reformation auf dem Kontinent. Es entstehen eigenständige, aber bewusst apostolische und katholische ekklesiologische Ansätze, die Fragen von Identität und Diversität aufnehmen und eben dadurch nah bei den Menschen in ihrer jeweiligen Befindlichkeit sind. Damit wird anglikanische Ekklesiologie im Ringen und kreativen Aufgreifen unterschiedlicher Dimension modellhaft auch für die heutige ökumenische Diskussion und setzt die Kirche frei zum je konkreten gesellschaftlichen Engagement.

Sonntag, 17. Januar

8.30 – 10.00 Vorlesung Paulus von Tarsus (Bertram)

10.30 Gottesdienst mit der Christus-Gemeinde

Leitung: Bischof Gerhard Meyer, Schwarzenborn

Predigt: Prädikant Branislav Tot, Ulm

Änderungen vorbehalten.

Autor: joachimfeldes

www.feldes.org

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